Kultur

Alfred Hochedlinger

Alfred Hochedlinger

ist Religionslehrer und Musikerzieher in der Volksschule Mauthausen sowie Musikerzieher an der Päd. Hochschule der Diözese Linz

Seine musikalische Ausbildung erwarb er u. a. bei Prof. Wolfgang Fürlinger (Linz) und DKM Anton Reinthaler (Linz). Er ist Organist in der Pfarrkirche von Mauthausen. 1981 gründete er den Chor der Pfarre Mauthausen musica viva und ist seither dessen Leiter.

Intensive Auseinandersetzung mit Kirchenmusik aller Epochen, besonders aber mit den neuen religiösen Liedern. An die 300 Stücke wurden bisher von ihm komponiert. Davon haben viele bereits in weiten Teilen des deutschen Sprachraumes Bekanntheit erlangt und sind in einschlägigen Liederbüchern veröffentlicht worden.

Zahlreiche Veröffentlichungen im Eigenverlag und bei namhaften Verlagen (Carus, Stuttgart - Doblinger, Wien - Helbling, Innsbruck)

Referent bei zahlreichen Kursen und Workshops, u. a. 1996 bei der Österreichischen Werkwoche für die moderne Kirchenmusik als Referent für Komposition und Arrangement und bei der österr. Werkwoche für Kirchenmusik 2006 in Salzburg als Referent für Neue Geistliche Musik.

Dr. Eckhard Oberklammer

Der neue Kunstführer

von Dr. Eckhard Oberklammer

Kurzbeschreibung

Der Bezirk Perg zählt zu den ältesten Kulturräumen Oberösterreichs. Das Wappen des Otto von Machland diente als Vorlage für unser heutiges Landeswappen. Dennoch gab es bis heute noch keinen Kulturführer für diesen Bezirk. Diese Lücke kann das vorliegende Buch nun schließen.

Über zwei Jahre lang hat Eckhard Oberklammer seinen Heimatbezirk bereist und eine große Anzahl an wertvollen Kunstschätzen gefunden und mit der Kamera festgehalten. Daraus ist ein Kompendium entstanden, das in alphabetischer Reihenfolge alle kunsthistorisch relevanten Orte des Bezirks vorstellt, ihre Kunstwerke erklärt und mit Fotos dokumentiert.

Dieses Buch versteht sich als eine Anregung für kunstinteressierte Urlauber und Durchreisende, in der Gegend zu verweilen. Aber auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirkes werden darin eine Fülle von unbekannten Schätzen finden und ihre wunderschöne Heimat neu entdecken.

Gebundene Ausgabe: 298 Seiten
Verlag: Trauner Verlag; Auflage: 1., Auflage (24. November 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3854998260
ISBN-13: 978-3854998266

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Gregor Riegler

Gregor Riegler

Riegler lebt seit 1974 in Mauthausen, ist verheiratet und hat drei Kinder. Der gelernte Magazineur ist seit etwa 1990 „ernsthafter Dichter der heiteren Muse“, großteils in Mundart, und bezeichnet sich selber als „Der Wirtshauspoet“.

Riegler wurde 1993 und 2006 mit dem ersten Platz des Leopold-Wandl-Preises ausgezeichnet, weitere Platzierungen erreichte er 1994 und 1996. Er ist Gründungsmitglied der Schreibwerkstatt im Perger Theaterl und der Gruppe Neue Mundart im oberösterreichischen Stelzhamer-Bund. Seit 1998 verfasst er die Rubrik „Der Fensterspucker“ im regionalen Anzeigenblatt „Der Marktspiegel“. Seit 2005 ist er Mitglied im Literaturkreis PromOtheus.

Sati(e)rische Verse, Gedichte und G´schichtn wider den tierischen Ernst, 169 Seiten, ISBN 3-901123-43-1, Verlag Denkmayr, Linz 1994
De ganze Welt in oana Kugel, neuche Gedichte und G´schichtn wider den tierischen Ernst, 135 Seiten, ISBN 3-900943-56-7, Verlag Steinmaßl, Grünbach 1998
Gaunz gach gaunga, ... und auf einmal liegt es dann vor dir, mit Gedichten und G´schichten in Mundart und Gedichten und Kurzgeschichten in schöndeutscher Sprache , inklusive zwanzig Kolumnen des Fensterspucker, ISBN 978-3-902773-00-5, Verlag Easy Media, Linz 2010

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Uli Streimelweger

Ulrike Streimelweger

-> seit Oktober 1952 wohnhaft in Mauthausen, Oberösterreich

Schulbildung: 4 Jahre Volksschule, 4 Jahre Hauptschule, 1 Jahr Polytechnischer Lehrgang, 3 Jahre Kaufmännische Berufsschule.

Erwerbstätig als Bürokauffrau im Groß-und Einzelhandel, im Kfz-Gewerbe und als Disponentin.

25 Jahre aktives Mitglied einer Amateurtheatergruppe, Mitglied im örtlichen Kulturkreis.

Hobbys: Lesen, Schreiben, Fotografieren, Sport, Sportstatistiken, Journalismus, klassische Musik, die Natur.

Leopold Wandl

Leopold Wandl

Leopold Wandl +
18.7.1923 – 10.6.2009

Ein Dichter, der aus dem Volke schöpfte, ist am 10.6.2009 verstorben.

„Unser“ Prof. Leopold Wandl , einer der profiliertesten Dichter Oberösterreichs, verstarb am 10. Juni 2009 im 86. Lebensjahr. Er war beinahe 50 Jahre seines Lebens seinen Leser(innen) ein Begriff, denn schon im Jahre 1960 gelang ihm im Stelzhamerbund, seiner dichterischen Heimat, der große Durchbruch. Seither hat Leopold Wandl 27 Bücher geschrieben und in unzähligen Lesungen die Menschen erfreut.

Am 18. Juli 1923 wurde Leopold Wandl als Sohn eines Steinarbeiters in Mauthausen geboren, verbrachte dort auch seine Kinder- und Schulzeit. Als begeisterter Mühlviertler hat er seinen Heimatort sehr geliebt:

z'Mauthausen

Wia oft ih scho' z'Mauthausen war, auf Weihnachtn, vor'n Hochaltar,

ham g'sungá und hat d'Musi g'spült, han mih án iadsmoi glücklih g'fühlt.

Vor meiná oiwei so vü Leit,án etlá nuh vá Seinerzeit,

mit denen ih aufg'wachsn bin –heit bin ih wieder mittendrin.

Ih g'spür's, dàß des bald anders kimmt, und mei' Progràmm aft nimmer stimmt,

solang's so geht, han ih mei' Freid – ih muaß eng dangá, liabe Leit,

dáß's oiwei wieder kemmt's zá mir – en Herrgott dang ih áh dáfür.

Denk má's án iadsmoi in dá G'hoam – bán eng bin ih heit nuh dáhoam!

(aus dem Buch „von Spätherbst bis Lichtmeß" Denkmayr-Verlag 2001

Es scheint, das dichterische Talent wurde ihm dort in die Wiege gelegt. Schon als Schüler zeigte er Talent, denn jeden Aufsatz schloss er mit einem Gedicht ab. Anfangs endete dies mit einer Ohrfeige, denn ein Lehrer herrschte den kleinen Poldi an: „Einen Aufsatz sollst schreibm und kein Gedicht!“ In weiteren Jahren hatte er jedoch für Liebesgedichte und jugendliche Schwärmereien nicht allzu lange Zeit, denn mit 18 Jahren wurde er zur Wehrmacht einberufen.

1945 zurückgekehrt, zwang ihn die Not, als einer seit Kindheit an Entbehrung Gewöhnter, überall anzupacken. So hatte er ein buntes Berufsleben: als Schichtarbeiter, Bauer, Gendarm, Gemeindesekretär, Gastwirt und schließlich 15 Jahre bis zu seiner Pensionierung als Angestellter bei einer Versicherung. Daneben betätigte er sich jahrzehntelang als freischaffender Journalist bei diversen Zeitungen.

Schon von Klein auf hatte sich Leopold Wandl für alles interessiert, jede Kleinigkeit, ob Blumen, Steine, vor allem die Menschen des Landes studiert. Das Berufsleben war natürlich auch reichliche Quelle für seine literarische Arbeit, wo er als Autodidakt begann und ihn Talent und Fleiß so erfolgreich und zum angesehenen Autor, zum unverwechselbaren oberösterreichischen Original werden ließen.
25 Jahre lang kannten die Oberösterreicher Leopold Wandl auch als Kolumnist einer Zeitung mit den Vierzeilern „A weng gschmalzn“. Wer ihn nur von dieser Seite kannte, der verkannte ihn oft. Leopold Wandl hatte seinen ureigensten Stil in seiner literarischen Arbeit entwickelt. „Poldi“, wie ihn seine Freunde liebevoll nannten, zeigte sich manchmal rau, doch immer den Nagel auf den Kopf treffend, als er z.B. in „Z'vü alte Leit“ die Problematik aufwarf, dass junge Menschen über die ältere Generation schimpfen, und meinte „Willst leicht net alt werdn, aft hängst dih halt auf!“. Im „Blumengebet“ wieder war er sehr sensibel mit weichem Herzen: „Das sind für mich die schönsten Weilchen, seh' Enzian und Alpenveilchen. Sie bangen vor der Menschen Tücken, die sie verfolgen und sie pflücken oder sie rücksichtslos zertreten“ . In dieser Bandbreite schrieb er in seinen Büchern in Mundart und Schriftsprache nieder, was seine Augen sahen, was seine Ohren hörten, was sein Herz fühlte und wurde so zum Dichter, der aus dem Volke schöpfte.
Wesentliche Impulse setzte Prof. Wandl als Schirmherr des nach ihm benannten Literaturpreises der Stadtgemeinde Grein. Viele Mundartschreiber(innen) über die Grenzen Oberösterreichs hinaus verdanken ihm Motivation und Freude am Dichten.
Leopold Wandl war Konsulent für Volksbildung und Heimatpflege, erhielt das Goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich, der Professorentitel der Republik, die Stelzhamer-Plakette des Landes Oberösterreich, die Kulturmedaille der Stadt Linz, die Ehrenmitgliedschaft des Stelzhamerbundes, als Zeichen der Anerkennung seines Schaffens im Lande. Eine Gedenktafel am Geburtshaus in Mauthausen, die ihm die Marktgemeinde Mauthausen widmete, sowie eine Büste in der Ersten Sparkasse Mauthausen zeigten die besondere Wertschätzung in seinem Geburtsort, für die er sich anlässlich seines 80.Geburtstages in tiefer Verbundenheit mit der Widmung seines umfangreichen literarischen Nachlasses an das Heimatmuseum im Schloss Pragstein bedankte.
Landeskulturreferent Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer schrieb für das Heft des Stelzhamerbundes: „Mit Prof. Leopold Wandl hat das Kulturland Oberösterreich einen Menschen verloren, der als Dichter, Schriftsteller und Buchautor viele Landesbürger zum Lachen, zum Schmunzeln und zum Nachdenken gebracht hat. Was er geschrieben hat, wird weiterleben und auch die Erinnerung an diese eindrucksvolle Persönlichkeit.“

Stelzhamerbund ( Mag. Klaus Huber/ K.H. Sandner/I.Greifeneder-Itzinger)

Werner Wöckinger

Werner Wöckinger

Werner Wöckinger wurde am 5. März 1967 in Linz geboren. Er verbrachte seine Kindheit in Mauthausen. Hier besuchte er die Volksschule. Anschließend lernte er im Gymnasium in Wels, wechselte später ins Realgymnasium Khevenhüllerstraße in Linz, wo er 1985 maturierte. Danach studierte er 3 Jahre lang Wirtschaft an der Johannes Keppler Universität.
Werner Wöckinger arbeitet seit Januar 1993 hauptberuflich als Rettungssanitäter im Bezirk Perg. Er ist seit 1992 verheiratet, hat drei Söhne und lebt mit seiner Familie in Mauthausen. Er ist seit Juni 2006 Mitglied im Literaturkreis PromOtheus?, einer Gruppe von über 50 Autoren aus den Bezirken Freistadt, Perg und aus Linz.
Als Autor schreibt er sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. In einigen seiner Kinderbücher? tragen die Hauptfiguren die Namen seiner Söhne: Julian, Thomas und Phillip. Wöckingers Bücher sind Abenteuergeschichten? und Krimis. Er schreibt über die Umwelt, unsere Gesellschaft und über Themen, die seine Kinder beschäftigen. Ihn inspirieren Alltagserlebnisse aller Art. Mit seinen Texten möchte er die Menschen unterhalten und ihnen Freude bereiten. Seine größten Vorbilder sind Erich Kästner und Max Frisch.
Sein 2004 erschienener ÖKO-Krimi „Die Sonne geht nie unter“ befasst sich mit der Gewinnung von Solarenergie. Mit „Allein in den Bergen“ folgte 2005 eine Abenteuergeschichte rund um einen Familienurlaub. Im Jahr 2006 veröffentlichte Werner Wöckinger 3 Kriminalgeschichten für Kinder, „Die verwunschene Briefmarke“, „Ein schmieriger Fall“ und „Die grottenschlechte Idee“. Desweiteren schreibt er Theaterstücke und andere Texte wie beispielsweise Moderationen.
Für 2008 geplante Neuveröffentlichungen sind "Einmal Schweden und zurück", ein weiteres Abenteuer mit den Brüdern Julian, Thomas und Philipp, "Wie die Lemminge", eine fabelhafte Parabel über einen kleinen Nager, der nach dem Sinn des Lebens sucht und "heimat.fremde", ein neuer Krimi über Ausländerfeindlichkeit, Integration und der Suche nach Heimat.
Übrigens …
Eigentlich wollte Werner Wöckinger das erste Buch nur für seine Kinder schreiben. Denen gefiel die Geschichte jedoch so gut, dass er sie an einen Verlag sandte.
Werke (Auswahl)
Bücher
Die Sonne geht nie unter, Verlag Denkmayr, Linz 2004, ISBN: 978-3902257956
Allein in den Bergen, Verlag Denkmayr, Linz 2005, ISBN: 978-3902488367
Die verwunschene Briefmarke, Verlag Denkmayr, Linz 2006, ISBN: 978-3902488480
Ein schmieriger Fall, Verlag Denkmayr, Linz 2006, ISBN: 978-3902488848
Eine grottenschlechte Idee, Verlag Denkmayr, Linz 2006, ISBN: 978-3902488831
Kann es noch einmal so sein wie es war, Texte für den Chor der Pfarre Mauthausen "musica viva" 1995-2001, Eigenverlag 2002
Brennstoff - Texte die zünden, Anthologie des Literaturkreises PromOtheus, Verlag Denkmayr, Linz 2008, ISBN: 978-3-902598-53-0
Einmal Schweden und zurück, Verlag Denkmayr, Linz 2008, ISBN: 978-3-902598-78-3
Tödliches Virus, Verlag Denkmayr, Linz 2008, ISBN: 978-3-902598-77-6
heimat.fremde - Spiel mit dem Feuer, Novum Verlag, Neckenmarkt 2009, ISBN 978-3-99003-026-4
Theaterstücke
Die Hasenfamilie, Kindertheaterstück in 4 Szenen und 3 Zwischenspielen, Spielzeit: ca. 30 min, Uraufführung im April 1985 mit der Spielgruppe der Kath. Jungschar Mauthausen
Die Mordlotterie, eine Musik-Stegreif-Kriminal-Komödie in 3 Akten, Spielzeit: über 2h, Musik: Alfred Hochedlinger, Uraufführung im April 1992 in Mauthausen

Alles Märchen - oder: Als Schneewittchen von den drei kleinen Schweinchen gerettet wurde und der Wolf von den sieben Zwergen überwältigt wurde, Kindertheaterstück in 6 Aufzügen und mit 5 Songs, Spielzeit: ca. 2h, Auftragsarbeit für die Kath. Jungschar Mauthausen, Dezember 2000, Musik: Alfred Hochedlinger
Sisyphos, eine absurde Komödie. Einakter, Spielzeit: ca. 60 min, Uraufführung am 14. Juni 2002 beim Mostheurigen Spindler, in Mauthausen
Kontakt
Werner Wöckinger
Bergstraße 8
4310 Mauthausen
E-Mail: werner.woeckinger@24speed.at
Links
Homepage von Werner Wöckinger
Homepage vom Literaturkreis PromOtheus

Josef Katzlinger

Josef Katzlinger

Der Mann, Universalgenie

Die Klarstellung:

Die Frage nach dem männlichen Universalgenie lässt sich nicht beantworten, sie lässt sich aber mit normalverbraucherischem Bemühen insofern entkrampfen, als Mann und Frau dem wichtigsten Thema hiesigen Erdgeschehens erstmalig in diesem Buch unbeschwert persönlich nahe treten können.

Das Bild:

Mann und Hund äußerln sich an der Leine durch die Parkallee. Ein trauriges, aberwitziges Alltagsbild. Lebensrundung, Farbe, Spannung und Genieblitziges erfährt diese Momentaufnahme erst, wenn einer der Beiden sich um die eigene Achse zu drehen beginnt (zumeist der Hund...seinem Schwanz hinterher, aus welchem Grund auch immer).

Die Folge:

Die Verwendung des Endreimes als verbales Transportmittel schält sich aus diesem rotierenden Manns/Hundsbild und kommt einer möglichen Genie-Trächtigkeit des Männlichen in seiner feinnervigen Infantilität am Nächsten.

Das Ergebnis:

1) Kleingeschriebenes über/zum Mann, um nicht den leisesten Verdacht bzw. auch nur den Ansatz eines Hauchs eines Gedankens über den Gedanken eventueller männlicher Größe aufkommen zu lassen.

2) Blitzlichter, Gedanken, Geschichten, Märchen, Tatsachen, Logisches, Absurdes, Erfundenes, Überzogenes, Untertriebenes, auf alle Fälle sich Reimendes über

den...Mann, Universalgenie.

J.M. Katzlinger

J.M.Katzlinger/Paul Fürst, Eigenverlag Mauthausen/Wien 2008
Ausgewählte Gedichte von Josef Maria Katzlinger


Leo Hablig

Leo Hablig

Alles aus meinem Leben

Auszug aus dem Buche (Seite 80):

Mauthausen, 19. März 2005

Heute kam der Spanier Manuel Garcia-Barrado, 87 Jahre alt , ins Seniorenheim am Kirchenberg. Ich kannte ihn schon seit 1955, als die Russen das KZ und Österreich verließen. Garcia war lange Jahre Lagerverwalter, hat eine Mauthausnerin geheiratet.

Mit dem Spanier bin ich täglich beisammen und er freut sich, einen Gesprächspartner zu haben. Wir reden oft über den Bürgerkrieg in Spanien, über General Franco und über die Legion Kondor, die Hitler nach Spanien schickte und Fraco zum Sieg verhalf.

Die "Rotspanier", so wurden sie genannt, waren die zweiten KZler in Mauthausen.

Es waren Kommunisten und Sozialisten - keine Kriminellen.

Leo Hablig im Jahre 2002

Dr. Otto Guem

Dr. Otto Guem

Ehemaliger Notar in Mauthausen, geboren in Bruneck, Südtirol - gestorben 1976 in Mauthausen.
Bekannter Schilderer des Südtiroler Volkslebens, Veröffentlichung mehrerer Romane, viele Gedichte in der Art des Hermann v. Gilm, starke Bezüge in der Lyrik auf seine Heimat.

Gang durch den Herbstmorgen

Die letzten Nebel zwischen hohen Bäumen
Darüber schon des Himmels tiefstes Blau
Noch schwebt ein leises, herbstlich Wunderträumen
Durch Wald und Flur bis in die feuchte Au. -

Es ist wie leises, weltenfernes Klingen
Das aus dem Wald, aus jeder Blume spricht
`s ist, als ob vom Himmel Engel singen
Und tau-benetztes Gras wird zu Gedicht.

Der Mensch folgt nur bewundernd diesen Spuren,
Darüber noch der Atem Gottes weht
Und alles Leben auf den weiten Fluren
Wird selbst zum lieben Gott ein Dankgebet.

Otto Tremetzberger

Otto Tremetzberger

“Nelson Mandela hatte vielleicht eine schöne Zeit auf Robben Island” Erzählung im Verlag LIMBUS
by OTTO TREMETZBERGER on 2013/12/12

Demnächst – im Frühjahr 2014 – erscheint meine Erzählung Im Verlag LIMBUS. Der Titel hat zuletzt eine gewisse Aktualität erlangt. Man könnte ihn missverstehen. Oder eben auch nicht. “Nelson Mandela hatte vielleicht eine schöne Zeit auf Robben Island”

“Nicht mehr da sein. Immer weniger werden, leben und irgendwann auch verschwinden, ohne dass es jemandem auffällt, ja letztlich, ohne dass es einem selbst auffällt …”

Ein Keller. Ein Garten. Ein See. Die Sehnsucht nach Urlaub vom gewohnheitsmäßigen Leben führt einen jungen Mann in verschiedene Räume, in denen er zu sich selbst findet. Es ist schließlich ein verlassener, fensterloser Raum, der ihn in seinem radikalen Nachdenken über Ängste der Vergangenheit und der Gegenwart wie eine zweite Haut umgibt. Mit allem Überflüssigen verliert er allmählich sogar das Gefühl für sein eigenes Sein und das Vergehen der Zeit, die Nähe der wärmenden, schwarzen Wände spendet unerwarteten Trost.

In diesem Experiment der totalen Selbstzurücknahme werden in poetischer Sprache die bloß feinen Unterschiede zwischen Anfang und Ende, zwischen Rückzug und Aufbruch inszeniert.

Gebundene Ausgabe: 120 Seiten
Verlag: Limbus Verlag; Auflage: 1., Aufl. (März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3990390023
ISBN-13: 978-3990390023