Historische Momente

Geschichtliches

Schloß Pragstein

Das Landgericht Mauthausen war zumeist pfandweise samt den Ämtern verpachtet und hatte 1480 folgende Grenzen, wie aus einer Urkunde erhellt, welche Kaiser Friedrich III. am Mittwoch vor Elisabeth 1480 in Linz ausgestellt und damit den Grenzstreit mit Freistadt schlichtete: Das Landgericht hebt sich an zu Sebarn mitten auf der pruckh gen Mauthausen, und weret auf nach der Ayst retz an der Zwieselmühl der landstraß nach gen Obenperg zuden Stain bei der Aichen, bei derselben soll unser Landrichter zu der Freinstadt und ein Richter von Mauthausen bed die rugk an einander sezen, der Landrichter gen der Freistadt und ein Richter vom Mauthausen gen der Tunau. Von dem Stain und Aichen zwischen dem Haus und Stadl naw (abwärts) in den Marbach, von den marbach in die Tunau richten.
Dieses Landesfürstliche Landgericht hatte bis 1633 Pfandinhaber in den Händen, bis es im genannten Jahre an Leonhard Helfried v. Meggau, Freiherr auf Kreuzen und Herr der Herrschaft Schwertberg, samt allem Zubehör, Schloß Pragstein und Untertanen um 11.862 fl. 2 Schl. von Kaiser Ferdinand II. überging. Zum Landgerichte gehörte auch das Mauthaus gegenüber dem Tabor, wo die Enns in die Donau mündet. Hier, im Mauthaus mußten die Händler von Enns nach dem Norden für ihre Waren den Zoll entrichten; das gleiche war auch auf der Donau der Fall, und jene aus dem Norden für ihre Waren (Tierhäute und Pelzwerke) die Abgabe leisten. Das Erträgnis der Gefälle war landesfürstlichesRegal, jedoch wie gesagt, stets pfandweise vergeben. Das Erträgnis der Maut schlägt Adrian Rauch XIII. Jahrundert auf 50 Talenten.
Innerhalb der obengenannten Grenzen des Landgerichtes übte das Landgericht die höhere und niedere Gerichtsbarkeit, wozu die Ferien den Umstand zu bilden hatten, aus.
Mauthausen hatte schon im XIII. Jahrhundert ein eigenes Gericht.

Historisches aus dem Donaumarkt Mauthausen

Anno 1809 in Mauthausen