Heinrichsbründl

Die Sage vom Heinrichsbründl

Das Heinrichsbründl

Mauthausen, Heinrichsbrunnen
© Daniel Schleicher, April 2007

Inschrift:

"Das Heinrichsbründl
um 1730 errichtet - 1958 vom Heimatverein saniert.

In den letzten Jahren durch Regengüsse bis zu 3/4 Meter hoch mit Schutt und Schlamm vermurt. Ab Mai 1997 Freilegung und Restaurierung des Bründls durch Hubert Stummer. An die 300 Schubkarren voll Erde und Geröll mussten bewegt werden, die Schutzmauer wurde neu errichtet, Weg und Brücke gebaut, die verfallene Granitstiege von Franz Mayrhofer, Sepp und Hubert Stummer wieder versetzt. Horst Ramm fertigte aus Kupferblech dann den legendären Fisch.

Der schwarze Fisch auf Blech wurde von Maria Luise Raffetseder gemalt.

Die Goldhauben-Frauen unter der Leitung von Marie Luise Raffetseder übernahmen die Bepflanzung mit Blumen und Stauden.
Am 30. August 1997 luden die Goldhauben-Frauen zu einer kleinen Feier ein - musikalisch gestaltet von Bläsergruppe, Singkreis und Alois Stütz mit seiner Harmonika.

Im Kreise vieler Mauthausener und Mauthausenerinnen, zahlreicher Gemeinderäte und der Familie Helbick-Poschacher übergab Bürgermeister Erwin Wohlmuth das neugestaltete Heinrichsbründl wider seiner Bestimmung."

Zeitweise leider ausgetrocknet

Wegbeschreibung:

Ab dem Bahnhof noch ca. 500m - Quelle ist angeschrieben.

Breite: 48°14'37.51"N
Länge: 14°31'55.32"E
Bemerkung: Breite und Länge nur ungefähr.

Quelle: Email-Zusendung Daniel Schleicher, 2. April 2007.
Mit freundliche Genehmigung von www. SAGEN.at

Der schwarze Fisch im Heinrichsbründl

Das Heinrichsbründl

Inschrift der Legende:

Der schwarze Fisch im Heinrichsbrunnen

An einem schönen Sommertage hatte
die Tochter am Heinrichshof
bei Mauthausen die Wäsche gewaschen
und ging nun zur nächstgelegenen
Quelle um sie zu schwemmen.
Kaum hatte sie damit begonnen, glaubte
sie aus der Tiefe ihren Namen zu
vernehmen. Erschrocken blickte sie ins
Wasser, da sah sie plötzlich den Kopf
eines riesengrossen Fisches und hörte
wieder die menschliche Stimme:
"Zieh mich heraus, zieh mich heraus"
Da fiel dem Mädchen das Wäschestück,
das sie gerade in den Händen
hielt ins Wasser, sie liess ihre Arbeit
im Stiche und lief, so schnell sie
konnte zu ihrem Vater um ihm
ihr unheimliches Erlebnis zu
erzählen.

Nun musste das Mädchen aber
am nächsten Tag wieder zur Quelle,
die Wäsche zu holen, die sie am
Vortage dort liegen gelassen hatte.
Da war von dem Fische nichts mehr
zu sehen, jedoch aus der Tiefe drang
wieder dieselbe Stimme an ihr Ohr,
aber in klagendem Tone:
"Wehe mir, jetzt muss ich aufs neue
verwunschen bleiben. Hättest du
mich ans Land gezogen, so wäre
ich zum Manne geworden und ich
hätte dich zum Weibe nehmen können.
So muss ich neuerdings sieben
Jahre auf meine Erlösung warten."
Seitdem sahen Vorübergehende oft
in der Quelle einen grossen schwarzen
Fisch, der aber stumm war, wie
alle anderen Fische auch.

Mit freundlicher Genehmigung von www.sagen.at